Beruflich bedingte Hauterkrankungen

Allergieauslöser können Stoffe sein, mit denen die Haut am Arbeitsplatz oder zuhause Kontakt hat. Hauterkrankungen durch Beruf und Umwelt haben in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen und sind von großer sozialmedizinischer, gesundheitpolitischer und wirtschaftlicher Bedeutung. Zum großen Teil sind junge Menschen betroffen, die erst am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn stehen. Meistens treten allergische und irritative Kontaktekzeme auf. Die Hautsymptome sind häufig chronisch sind oder treten immer wieder auf. Auch vor der beruflichen Tätigkeit erworbene oder anlagebedingte Hauterkrankungen können sich unter beruflichen Einflüssen so stark verschlechtern, dass die Arbeitsfähigkeit gefährdet oder eingeschränkt ist.  Wird dies zu spät erkannt oder fehlerhaft behandelt, sind Berufsaufgabe und hohe persönliche und finanzielle Belastungen durch Umschulungs- und Rehabilitationsmaßnahmen die Folge.

Als BG-Gutachter haben wir eine langjährige berufsdermatologische Erfahrung in der Diagnostik und Behandlung berufsbedingter Hauterkrankungen. Besteht der Verdacht auf eine beruflich verursachte oder verschlimmerte Hauterkrankung muss die zuständige Berufsgenossenschaft zunächst durch einen sog. Hautarztbericht darüber in Kenntnis gesetzt werden, damit am Arbeitsplatz vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden können und Hautschutzmaßnahmen zu Lasten der BG verordnet werden.
Parallel dazu erfolgt die ambulante
berufsdermatologische Diagnostik und Behandlung und Verlaufsdokumentation der Erkrankung, um die Arbeitsfähigkeit im ausgeübten Beruf zu erhalten. In vielen Fällen können bereits durch einfache vorbeugende Maßnahmen am Arbeitsplatz, z.B. durch Veränderung von Arbeitsabläufen oder Bereitstellung individueller Hautschutzpräparate, die Berufsaufgabe verhindert und damit soziale und familiäre Belastungen für die Betroffenen vermieden werden. Erst wenn alle vorbeugenden Maßnahmen erschöpft sind erfolgt eine berufsdermatologische Begutachtung zur Klärung der Frage, ob eine Aufgabe.

Foto: Daniel Fuhr - Fotolia

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