Rosazea - fast wie Akne, aber ganz andere Behandlungen

Meist finden sich im der Gesichtsmitte Rötungen, erweiterte Äderchen, Knötchen und Eiterpöckchen. Als eine schwere Form ist die sogenannte Knollennase (Rhinophym) bekannt. Die Ursache der Rosazea ist unbekannt. Eine erbliche Vorbelastung ist wahrscheinlich. Außerdem kommen als Auslöser Bakterien, Vitaminmangel und Streß in Frage. Verschlimmert wird die Rosazea erfahrungsgemäß durch Aufregung, Hitze, Sonne, Kaffee, Tee, Alkohol, scharfe Gewürze, Reizung der Haut durch zu starke Seifen und Reaktionen auf Cremes.
Die
Behandlung der Rosazea erfolgt meist mit einer rein äußerlichen Therapie: Wichtig ist die Kombination aus antimikrobieller Behandlung tagsüber und antientzündlicher Therapie nachts. Als antimikrobielles Medikament hat sich besonders Metronidazol als Creme, Lotion oder Gel bewährt.
Alternativ können Antibiotika äußerlich angewendet werden. Antientzündlich wirksam sind Präparate mit Schieferöl (Ichthyol) oder Schwefel. Sollte die Rosazea auf eine äußerliche Therapie nicht ansprechen oder sehr ausgeprägt sein, ist zusätzlich eine innerliche Therapie notwendig. Hierfür kommen Antibiotika und Vitamin A Säure in Frage.
Fruchtsäurepeelings sind für viele Patienten eine ausgezeichnete Ergänzung der Behandlung, weil sie gut gegen die Entzündungsfolgen wirken. Bei bestimmten schweren Formen der Rosazea kann kurzfristig auch die Gabe von Steroiden (Kortison) oder von Antimalaria-Mitteln notwendig werden. Zur Abdeckung der Hautveränderungen verwendet man nicht hautreizende Kosmetikprodukte mit Lichtschutzfaktoren. Kosmetisch störende erweiterte Äderchen (Teleangiektasien) können vom Hautarzt mit einem Laser beseitigt werden.