Unterspritzung von Falten

Bei fortgeschrittenem Substanzverlust und tiefen Falten reicht eine Biorevitalisierung nicht aus um eine glattes und schönes Hautbild zu erreichen. Hier muss der Volumenverlust durch Filler ausgeglichen werden. Ziel der Unterspritzung mit diesen Füllsubstanzen (Fillern) ist es, Gewebe und Kollagen zu ersetzen. Manche dieser Produkte können auch die körpereigene Erzeugung von Kollagen anregen.

Besonders gut eignen sich Filler für Falten, Formänderung der Lippen und die Korrektur von Hautunebenheiten. Narben können nur behandelt werden, wenn sie durch seitlichen Druck oder Dehnung des Gewebes abgeflacht werden können. Außerdem kann man flächig das Gesicht straffen und die Gesichtskontur verändern.

Als Filler stehen abbaubare und nicht abbaubare Substanzen zur Verfügung. Wir verwenden aus Sicherheitsgründen ausschließlich  abbaubare Materialien. Diese Stoffe sind frei von Rinderkollagen, Acryl oder Silikon, weswegen allergische Reaktionen und materialbedingte Entzündungen praktisch nicht vorkommen und eine Infektion mit tierischen Erregern ausgeschlossen ist. Die einzelnen Produkte unterscheiden durch ihren Fülleffekt, die Dauer des Korrekturergebnisses und die Art der Anwendung.
Als Nebenwirkung kommt es nach der Behandlung für ein bis zwei Tage zu leichten Schwellungen und Rötungen. Außerdem möglich sind kleinere Blutergüsse an einzelnen Injektionsstellen.

Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure


Hyaluronsäure ist ein transparentes hautelastisches Gel. Es handelt sich um eine natürliche Substanz, die wichtige Funktionen im Hautstoffwechsel erfüllt. Durch die Injektion hochgereinigter stabilisierter Hyaluronsäure wird der Substanzdefekt der Haut ausgeglichen  und eine sofortige Korrektur erreicht. Hyaluronsäurefiller werden meist gentechnisch hergestellt und sind sehr gut verträglich. Allergien auf Hyaluronsäure sind extrem selten. In sehr seltenen Fällen  kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen mit länger anhaltenden Hautrötungen kommen (ca. 1 von 2000 Fällen). Hyaluronsäure ist deutlich verträglicher als Kollagen. Genau wie Kollagen wird Hyaluronsäure im Körper langsam abgebaut. Die Wirkung hält 3 bis 8 Monate an; bei manchen Patienten bis zu einem Jahr. Die Behandlungen können jederzeit wiederholt werden. Je nach behandelter Region erfolgt die Unterspritzung mit oder ohne örtliche Betäubung. Die behandelten Stellen sollen nach der Injektion für einige Stunden nicht berührt werden. Die Arbeitsfähigkeit am nächsten Tag ist normalerweise kein Problem und die Behandlung kann zu jeder Jahreszeit erfolgen.

Faltenunterspritzung mit Polymilchsäure (Sculptra®)


Wenn noch dauerhaftere Behandlungsergebnisse gewünscht werden oder großflächige Hautpartien behandelt werden sollen, ist eine Behandlung mit Polymilchsäure (Sculptra®) möglich. Polymilchsäure ist ein immunologisch inaktives, bioverträgliches Gel das in der Haut mit der Zeit komplett abgebaut wird. Es handelt sich um eine synthetische Substanz, die in der Medizin schon lange eingesetzt wird. Allergische Reaktionen gegen Polymilchsäure sind nicht bekannt. Sculptra® wirkt im Gegensatz zu anderen abbaubaren Fillern zweifach: Zunächst werden die Falten direkt aufgefüllt; anschließend kommt es innerhalb von 4 bis 24 Wochen durch Neubildung von Kollagenfasern zu einem allmählichen, natürlichen und weichen Aufbau des Bindegewebes und damit zu einem Ausgleich von Falten. Die Wirkung hält länger als 2 Jahre an. Im Durchschnitt sind 2 bis 3 Behandlungen erforderlich. Bei jungen Patienten mit sehr regenerationsfähiger Haut kann eine einzige Behandlung ausreichen. Ein zweite Behandlung sollte nach 4-8 Wochen, eine dritte und ggfs. 4. Behandlung erst nach 3 bis 6 Monaten erfolgen, da der Aufbaueffekt so lange andauern kann. Eine Kombination mit anderen Füllmaterialien ist prinzipiell möglich. Weitere Informationen auf www.sculptra.de.

Faltenunterspritzung mit Radiesse®


Eine weitere Möglichkeit zur Erzielung sofort sichtbarer und länger anhaltender Ergebnisse kann durch eine Behandlung mit Radiesse® erreicht werden: Radiesse® besteht aus Calciumhydroxylapatit (CaHA) Partikeln in einer elastischen Gelgrundlage. Calciumhydroxylapatit wird in der Medizin häufig eingesetzt, z.B. als Knochenersatz in der Kieferchirurgie und als Implantatmaterial in der ästhetischen Medizin. Nach der Injektion bindet das Polysaccharidgel die Calciumhydroxylapatitpartikel am Ort der Injektion, bis die Gelgrundlage abgebaut ist. Neben dem sofort sichtbaren Effekt, nämlich der Volumenwirkung durch die Gelgrundlage, wird in einem zweiten Schritt durch die Calciumhydroxylapatitpartikel der Kollagenaufbau durch Bindegewebszellen stimuliert. So kann eine bis ca. 2 Jahre anhaltende Glättung von Falten und Volumendefekten erreicht werden. Radiesse® eignet sich vor allem zur Behandlung tiefer Falten. Wirksamkeit und Verträglichkeit sind durch zahlreiche Studien belegt. Radiesse® ist seit 2006 von der Amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA für die Behandlung von Falten zugelassen.

Foto: Franck Camhi - Fotolia
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